Die Fhart von Hanoi nach Sa Pa verlief eigentlich recht ereignislos, ausser vielleicht, dass die Vietnamesen im Abteil neben mir die ganze Nacht Party gemacht haben und ich deswegen kaum schlafen konnte. Wir sind dann gegen halb fuenf Morgens in Lao Cai angekommen und mussten dann noch ca 1 Stunde mit dem Bus nach Sa Pa fahren. Bevore wir jedoch los fahren konnten, mussten wir noch 1 1/2 Stunden auf andere Fahrgaeste warten, die mit einem spaeteren Zug ankamen.


Als wir die lange und unbequeme Fahrt endlich hinter uns hatten, fruehstueckten wir und danach ging es gleich mit der ersten Wanderung los. Zum Glueck ging es die 4 km nach Cat Cat (ein Dorf der schwarzen Hmong-die groesste Minderheitengruppe Vietnams) groesstenteils bergab. Bedauerlicherweise konnten wir jedoch kaum etwas von der Landschaft sehen, da es sehr nebelig war und wir teilweise durch Wolken laufen mussten (Sa Pa wird auch die “Stadt in den Wolken” genannt). Auf dem Weg wurden wir von Frauen und Kindern der schwarzen Hmong begleitet, die sich nett mit uns unterhielten, uns aber zum Schluss bei Cat Cat schwoeren liessen, dass falls wir Souvenirs kaufen sollten, dies nur bei ihnen tun sollten.
In Cat Cat konnten wir dann das “traditionelle” Leben der Hmong beobachten und einen wunderschoenen Wasserfall bestaunen. Auf dem Rueckweg habe ich mir dann ein Xeom (Motorradtaxi) genommen. Am Nachmittag bin ich nach Sa Pa reingelaufen und habe mir die Stadt (die groesstenteils fuer Touristen besteht) etwas genauer angesehn.




Am Sonntag bin ich am Vormittag wieder etwas gewandert und hab mich am Nachmittag gesonnt. Apropos Sonnen: Ich hoer in Bezug auf Wetterratschlaege NIE wieder auf meine Kollegen: “In Kambodscha ist es so heiss, viel heisser als in Saigon.”…und dann frier ich mir bei 20 Grad und ohne Jacke einen Ast ab und nun: “in Hanoi und besonders in Sa Pa ist es soooo kalt, zieh dich ja warm an”…und jetzt sitz ich mit einem Wollpulli bei 25 Grad in der Sonne! Naja, aber ansonsten war es echt schoen hier.
Wir sind dann acuh schon frueh wieder nach Lao Cai (wo der Bahnhof ist) zurueck gefahren, da alle Leute, die an dem Abend zurueck nach hanoi fuhren zur gleichen Zeit da hin gebracht wurden. Also waren diejenigen, die erst um 22:05 bzw 22:40 (so wie ich) weiterfuhren ab 18:00 in Lao Cai und hatten nichts zu tun. Fuer ein Weilchen unterhielt ich mich daher mitm einer US Amerikanerin, die total ueberrascht war als sie hoerte, dass ich Deutsche bin. Sie meinte, dass ich ganz exzellent und akzentfrei Englisch spreche. Als ich daraufhin meinte, dass mir gesagt wurde, ich wuerde mit Akzent sprechen (von einem deutschen Kunden, was ich dann doch als Beleidigung empfand…vor allem weil ich auf keinen Fall so einen schlimmen Akzent habe wie viele andere Deutsche), erwiderte sie: “Ja, mit einem Kanadischen.” Das fand ich dann doch ganz lustig, vor allem weil ich noch nie in Kanada gewesen bin.
Etwas spater bin ich dann mit drei Jungs und einem Maedel Abendessen gegangen und waehrenddessen haben wir uns ganz spontan entschieden, mal der vietnamesisch-chinesischen Grenze einen Besuch abzustatten (die war nur ca 2km vom Hauptbahnhof entfernt). Somit hab ich jetzt wenigstens auch mal China gesehen und hier koennt ihr das auch:

Die Zugfahrt nach Hanoi war dann leider sehr unangenehm. Ich war in einer schlechteren Kategorie als auf der Hinfahrt, weil leider alles andere schon ausgebucht war. Die Betten waren schmutzig und unbequem und der Zug war laut und ratterte sehr stark (er war aber immer noch besser als der Zug von Helsinki nach Moskau). Ausserdem hatte der Zug noch 1 1/2 Stunden Verspatung wodurch ich beinahe meinen Transfer zur Halong Bucht verpasst haette.